Sie scheinen eine veraltete Version der Internet Explorers zu verwenden, die von dieser Webseite nicht unterstützt wird. Bitte nutzen Sie einen Browser wie zum Beispiel Microsoft Edge, Chrome, Firefox oder Safari in einer aktuellen Version.

Die Ursachen der Nesselsucht sind in vielen Fällen schwer zu identifizieren – obwohl es sich um eine weit verbreitete Hauterkrankung mit typischen Symptomen handelt. Ursächlich können Unverträglichkeiten von Arzneimitteln, Nahrungsmitteln, Lebensmittelzusatzstoffen, Alkohol und scharfen Gewürzen sein. Mögliche Auslöser sind aber auch Infekte im Körper oder physikalische Reize wie Wärme oder Sonnenlicht. Die Identifikation der Ursachen bei der  ärztlichen Diagnostik ist daher die Basis für eine Therapie, die den quälenden Juckreiz dauerhaft lindert oder gar vollkommen verschwinden lässt.

Nesselsucht: Wen-juckt's-Kampagnen-Banner „Podcast“
Novartis

Haben Sie Nesselsucht? Oder vermuten es? Hier finden Sie einen spezialisierten Hautarzt in Ihrer Nähe:

Nesselsucht: Ursachen für Quaddeln, Rötungen und Schwellungen

Als eine der häufigsten Hauterkrankungen geht die Nesselsucht mit charakteristischen Symptomen einher, die weithin bekannt sind: Weltweit lernt fast jeder vierte Mensch mindestens einmal in seinem Leben den typischen Ausschlag mit Quaddeln, Rötungen, gelegentlich tiefen Schwellungen und unangenehmem Juckreiz kennen.1 Die Identifizierung der Nesselsucht-Ursachen gestaltet sich hingegen schwierig.

Die Symptome kommen und gehen in vielen Fällen ganz plötzlich. Wenn weder eine Dokumentation der Beschwerden mithilfe eines Tagebuchs noch Allergietests beim Hautarzt auf bestimmte Ursachen der Nesselsucht hinweisen, handelt es sich sehr wahrscheinlich um eine spontane Nesselsucht.2

Der Zusammenhang zwischen dem Ausschlag und einem möglicherweise kaum beachteten Ereignis kann jedoch Aufschluss über zukünftig vermeidbare Risikosituationen geben.

Ist die genaue Ursache der Nesselsucht bekannt, muss sich ihre Behandlung nicht auf eine örtliche Bekämpfung der Krankheitssymptome beschränken. Dann ist ein ursächlich orientiertes Vorgehen möglich.

Ursachen des Hautausschlags
Novartis

Induzierbare Nesselsucht: Wenn die Haut auf Provokation reagiert

Die Suche nach den Nesselsucht-Ursachen beginnt mit einer ausführlichen Prüfung des Krankheitsverlaufs. Es gilt zu unterscheiden, ob eine spontane oder induzierbare Form der Erkrankung vorliegt. Charakteristisch für den induzierbaren Nesselausschlag ist, dass sich der unmittelbare Zusammenhang zu einem wiederholt auftretenden Reiz herstellen lässt. Die Symptome können wiederholbar provoziert werden und sind typisch für die folgenden Urtikaria-Formen:3

Physikalische Reize auf der Haut
Novartis
  • die physikalische Urtikaria, die sich bei Kälte- und Wärmereizen, Temperaturschwankungen, Druck und Lichteinfluss einstellt oder durch Schwerkräfte und Vibrationen ausgelöst wird;
  • die cholinergische Urtikaria als Folge erhöhter Körpertemperatur;
  • die Kontakturtikaria, die bei Hautkontakt mit unterschiedlichsten Stoffen entstehen kann;
  • die aquagene Urtikaria, die sich bei Kontakt mit Wasser zeigt.4

Nesselsucht-Ursachen sind nur teilweise nachvollziehbar

Eine induzierbare Urtikaria gewährt relativ leicht Zugang zu ihrem verursachenden Reiz.2 Schwieriger zeigt sich die Erforschung der Nesselsucht-Ursachen bei spontanen Erkrankungsformen. Die Beschwerden eines akuten spontanen Krankheitsverlaufs klingen nach spätestens sechs Wochen ab. Überdauern die Krankheitszeichen diesen Zeitraum, gilt die Urtikaria als chronisch.

Bei folgenden Erkrankungsformen sind Nesselsucht-Ursachen identifizierbar:5

  • Die Infekt-Urtikaria kann auf Entzündungen beispielsweise des Hals-Nasen-Ohren-Bereichs oder der Zähne zurückgeführt werden. Sie geht gelegentlich mit Darminfektionen durch Parasiten, Pilze oder Bakterien einher oder lässt sich infolge einer Besiedlung des Darms mit dem Bakterium Helicobacter pylori beobachten.
Infekt als Nesselsucht-Ursache
Novartis
Spontane Erkrankungen eine Herausforderung
Novartis
  • Die Intoleranz-Urtikaria geht auf Pseudoallergene in Lebensmitteln, wie Farb-, Konservierungs- oder Aromastoffe zurück oder steht mit der Einnahme von Medikamenten, beispielsweise aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antiphlogistika (z. B. Aspirin, Ibuprofen oder Diclofenac), blutdrucksenkender Präparate (ACE-Hemmer) oder Antibiotika in Zusammenhang.
  • Die Autoimmun-Urtikaria ist eine Erkrankungsform und Folge der besonders komplexen Prozesse einer Autoimmunreaktion. In diesem Fall richtet das fehlgesteuerte Immunsystem seine Abwehrmechanismen gegen den eigenen Körper und verursacht dadurch die allergische Reaktion der Haut.
  • Die Allergie-Urtikaria lässt sich vorwiegend im Kindesalter beobachten und ist eine Reaktion auf bestimmte Nahrungsmittel, beispielsweise auf Milch, Fisch oder Schalen- und Krustentiere.

Die Entstehung einer spontanen Form der Urtikaria kann auch durch Stress verursacht oder zumindest begünstigt werden. Aus diesem Grund befasst sich auch die Psychosomatik mit der Erkrankung und versucht, die Behandlung zu unterstützen. Ihr Rat ist vor allem dann gefragt, wenn sich die Beschwerden auf keine der bekannten Nesselsucht-Ursachen zurückführen lassen.3,4

    Das könnte Sie auch interessieren

    Junger Arzt lächelt in die Kamera
    iStock-459911455/AntonioGuillem

    Der Hautarzt in Ihrer Nähe

    Hier finden Sie den passenden Dermatologen.

    Nesselsucht: Teaser zum Urtikariakontrolltest
    Novartis

    Urtikaria unter Kontrolle?

    Erfassen Sie mit diesem Test Ihre Krankheitsaktivität.

    Arztgespräch
    GettyImages-938887824

    Checkliste fürs Arztgespräch

    Damit Du Deinem Arzt die richtigen Fragen stellst.

    Nesselsucht: Teaserbild zur Urtikaria-Woche 2021
    Novartis

    Nesselsucht-Urtikaria-Woche

    An 5 Tagen teilnehmen, Experten:innen befragen.

    Quellen:

    1. Internetseite der ECARF – Europäische Stiftung für Allergieforschung. URL: http://www.ecarf.org/info-portal/erkrankungen/urtikaria. Zugriff am 09.07.2021.
    2. Internetseite des Welt-Urtikaria-Tags. URL: http://urticariaday.org/uber-urtikaria/3-formen-der-urtikaria. Zugriff am 09.07.2021.
    3. Marcus Maurer, Jürgen Grabbe: Urtikaria - gezielte Anamnese und ursachenorientierte Therapie, Deutsches Ärzteblatt Jg. 105, Heft 25, 20. Juni 2008.
    4. Marcus Maurer et al.: Diagnostik und Therapie der chronischen Urtikaria - was wird von Revision und Aktualisierung der internationalen Leitlinie erwartet?, Allergo J 2013; 22.
    5. Patientenleitlinie Urtikaria des Global Allergy and Asthma European Network (GA2LEN). http://urticariaday.org/uber-urtikaria/patientenleitlinie-urtikaria. Zugriff am 09.07.2021.