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Therapie bei Nesselsucht – Das sind die Optionen

  • Bei der Nesselsucht-Therapie haben sich Antihistaminika der 2. Generation bewährt, welche die oft kaum erträglichen Symptome lindern können und – im Gegensatz zu früher – nicht mehr müde machen.
  • Allerdings helfen Antihistaminika nur etwa 50 Prozent der Patienten mit chronischer spontaner Nesselsucht. Die Therapie wird dann zunächst mit einer höheren Dosierung fortgesetzt. Wenn auch das nicht hilft, sind mittlerweile weitere Behandlungsoptionen möglich.

Therapien für Patienten mit Nesselsucht können den Betroffenen helfen, die vielen quälenden Symptome der Hauterkrankung schneller und schonender zu bekämpfen. Besonders bei der chronischen spontanen Urtikaria stellt die Therapie der Nesselsucht eine besondere Herausforderung für Arzt und Patient dar

Therapien bei Nesselsucht sollen Entlastung bringen

Zielgerichtete Therapien bei Nesselsucht sind für die betroffenen Patienten ein Grund zur Hoffnung. Die empfindliche Haut, die schon bei kleinen Reizen mit urtikariellen Symptomen reagiert, belastet die Betroffenen im Alltag schwer. Rote Stellen, starker Juckreiz und schließlich auch noch Quaddelbildung können die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Umso belastender ist die Hauterkrankung, wenn die Reaktion spontan auftritt und keinem speziellen Auslöser zugeordnet werden kann. Bei der chronischen spontanen Urtikaria ist genau das der Fall: Die Urtikaria-Schübe entstehen spontan und ohne erkennbaren Auslöser. Hier ist die Therapie der Nesselsucht-Symptome besonders wichtig, da die Patienten selbst nur wenig tun können, um den unerträglichen Juckreiz und die Schwellungen zu vermeiden.

Urtikarielle Symptome an der Hand

Chronische spontane Urtikaria – so wird die Nesselsucht behandelt

Antihistaminika helfen der Hälfte der Patienten

Die Standardbehandlung mit einem Antihistaminikum bringt ca. 50 Prozent der Betroffenen eine Linderung der Symptome. 1  Spricht ein Patient auf die Gabe eines Antihistaminikums nicht an, so kann der Arzt unter Umständen die Dosierung im Einzelfall erhöhen. Dies hängt vom jeweiligen Patienten, dem verordneten Präparat und der eingenommenen Dosis ab. Bringt auch das in den kommenden Wochen keine Besserung, kann der Arzt zusätzlich die auf andere Wirkstoffe zurückgreifen

Eine bewusste Lebensweise kann die Therapie bei Nesselsucht unterstützen

Scharfe Gewürze, Kaffee und Alkohol können dazu beitragen, dass die Symptome der Urtikaria sich verstärken. Daher zählt die umfangreiche Aufklärung über die Erkrankung zu den erforderlichen Maßnahmen, die Patienten helfen können. Die Betroffenen können durch ein verändertes Verhalten dazu beitragen, ihre Erkrankung zu lindern. Dabei ist es wichtig, dass sie sich nicht entmutigen lassen, denn manchmal sind es Kleinigkeiten, die für entscheidende Verbesserung sorgen.

Es lohnt sich, in einem Beschwerdetagebuch die Symptome, sowie die täglichen Gewohnheiten und Aktivitäten festzuhalten. Dazu gehören neben den Ernährungsgewohnheiten auch die Jahreszeit, die allgemeine Verfassung und die Anforderungen des Alltags. So lassen sich Zusammenhänge zwischen Lebensumständen und Nesselsucht-Symptomen besser verstehen, die medikamentöse Behandlung kann den Patienten individuell unterstützen. Menschen, die unter Urtikaria-Symptomen leiden, sollten sich von ihrem Arzt oder Apotheker beraten lassen.

Scharfe Gewürze

Tasse mit Kaffee

Quellen:
1Maurer, M. et al., Allergy 2011; 66: 317–330.