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Ist gegen die Urtikaria ein Kraut gewachsen?

  • Bewährte Nesselsucht-Hausmittel sind zum Beispiel kalte Umschläge, kalte Duschen und spezielle Kühlgels aus der Apotheke. Eine wohltuende Wirkung haben auch Umschläge mit Kamillen- oder Pfefferminzaufgüssen sowie kühle Vollbäder mit Backpulver und Kaisernatron.

Die Nesselsucht oder Urtikaria ist eine der weltweit am häufigsten auftretenden Hauterkrankungen. Zur Behandlung der Nesselsucht werden vor allem Antihistaminika eingesetzt, um die belastenden Symptome wie quälenden Juckreiz und Quaddelbildung zu behandeln. Zusätzlich kann die Behandlung der Nesselsucht mit Hausmitteln unterstützt werden. So können die betroffenen Patienten selbst etwas tun, um ihren Gesundheitszustand zu verbessern.

Nesselsucht: Hausmittel können die Behandlung unterstützen

Die Nesselsucht kann viele verschiedene Auslöser haben – oft ist es nicht leicht, die auslösenden Substanzen oder Reize zu identifizieren. Das Meiden von möglichen Auslösern ist aber die beste Behandlung. Hier kann ein sorgfältig geführtes Beschwerdetagebuch – in Papierform oder als NesselApp für Android-Mobilgeräte sowie iPhones und iPads – helfen, verborgene Auslöser aufzuspüren.. Die ergänzende Behandlung der Nesselsucht mit Hausmitteln kann helfen, die Beschwerden zu reduzieren und so die Lebensqualität zu verbessern. Wichtig ist, dass bei einer chronischen Form der Urtikaria, die länger als sechs Wochen besteht, auf jeden Fall ein Hautarzt konsultiert werden sollte. Bei Komplikationen wie Schluckbeschwerden oder Luftnot sollte man nicht zögern, sofort einen Notarzt zu rufen.

Beschwerde-Tagebuch und Hausmittel

Kamillen- oder Pfefferminzaufguss beruhigt die Haut

Nesselsucht: Was hilft gegen die quälenden Beschwerden?

Das wichtigste Nesselsucht-Hausmittel ist das Kühlen der Haut – viele Betroffene empfinden kühle Umschlage, eine kühle Dusche oder das Einreiben der Haut mit kühlenden Gels als sehr wohltuend. Umschläge können durch den Zusatz eines Kamillen- oder Pfefferminzaufgusses eine beruhigende Wirkung auf die gereizte Haut entfalten. Auch ein kurzes kühles Vollbad, dem Backpulver oder Kaisernatron zugesetzt wird, kann eine lindernde Wirkung auf die Nesselsucht-Symptome haben.

Nesselsucht und Homöopathie

Auch die Homöopathie hat einige Nesselsucht-Hausmittel auf Lager. Die Idee der Homöopathie ist, dass die Substanzen, die beim gesunden Menschen Nesselsucht-Symptome wie Juckreiz, Rötung und Quaddelbildung hervorrufen, in einer homöopathischen Zubereitung gegen die Nesselsucht-Symptome helfen können. Hier kommen also alle Mittel in Betracht, die Juckreiz, Schwellung, Rötung und Quaddelbildung im Arzneimittelbild haben. Das sind: Urtica urens (Brennnessel), Apis mellifica (Honigbiene), Formica rufa (Waldameise), Acidum formicicum (Ameisensäure), Rhus toxicodendron (Giftsumach) und Mezereum (Seidelbast). Da die homöopathische Behandlung chronischer Hauterkrankungen viel Erfahrung erfordert, sollte man bei der Auswahl einen erfahrenen Homöopathen zu Rate ziehen.

Nesselsucht und Homöopathie

Darmsanierung als bewährtes Nesselsucht-Hausmittel

Darmsanierung oder Symbioselenkung als Nesselsucht-Hausmittel

Die Darmsanierung oder Symbioselenkung ist ein Nesselsucht-Hausmittel, das unterstützend eingesetzt werden kann, um die Symptome in den Griff zu bekommen. Eine gesunde Darmflora besteht aus mehr als 400 verschiedenen Bakterienarten, die regulierend auf das Immunsystem einwirken und unter anderem verhindern, dass Krankheitserreger sich im Darm ausbreiten können, Schadstoffe eindringen oder Infektionen entstehen. Bei einer Darmsanierung werden zwei verschiedene Ziele verfolgt: Zum einen soll eine Darmsanierung helfen, den in der Darmschleimhaut ansässigen Teil des Immunsystems im Sinne einer Normalisierung positiv zu beeinflussen. Zum anderen soll durch eine Darmsanierung die Darmschleimhaut-Barriere wieder hergestellt werden, um unerwünschte Reaktionen auf Nahrungsbestandteile zu reduzieren. Die Symbioselenkung wird mit speziell aufbereiteten Mikroorganismen (Probiotika) durchgeführt, die täglich eingenommen werden. Hier kommen insbesondere Bifidobakterien und Lactobazillen zum Einsatz. Besonders wenn Urtikaria-Patienten in der Vergangenheit öfter Antibiotika einnehmen mussten oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten als Auslöser der Symptome identifiziert wurden, ist die Behandlung mit einem Probiotikum sinnvoll. Da es eine große Auswahl an Probiotika mit verschiedensten Mikroorganismen gibt, ist es hilfreich, sich vom Arzt oder Apotheker beraten zu lassen, um ein individuell geeignetes Präparat zu finden.