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Welt-Urtikaria-Tag 2018 – Do better. Nicht aushalten, anpacken.

  • Der Welt-Urtikaria-Tag 2018 will über chronische Nesselsucht informieren und die Betroffenen motivieren, sich bei ihrem Hautarzt nach möglichen Therapie-Optionen zu erkundigen. Ein kostenloses Webinar für Patienten ist Teil des diesjährigen Programms (Infos und Anmeldung weiter unten).
  • Obwohl mehr als 800.000 Menschen in Deutschland unter chronischer Nesselsucht leiden, erhält die Erkrankung noch zu wenig Aufmerksamkeit. Viele Patienten resignieren wegen vergangenen, unzureichenden Behandlungserfolgen und gehen nicht mehr zum Hautarzt – obwohl Symptomfreiheit mittlerweile das offizielle Behandlungsziel ist.

Chronische Nesselsucht ist eine Erkrankung, die durch das plötzliche Auftreten von juckenden Quaddeln und Schwellungen die Lebensqualität der Betroffenen erheblich einschränkt. Leider ist die chronische Urtikaria eine Erkrankung, die noch zu wenig Aufmerksamkeit erhält. Am 1.10.2018 ist Welt-Urtikaria-Tag – zum fünften Mal möchten Patienten, Angehörige, Ärzte und Forscher mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen über das Krankheitsbild informieren und dazu motivieren, die Suche nach einer Lösung nicht aufzugeben.

Webinar zum Welt-Urtikaria-Tag 2018 – hier können Sie sich anmelden!

Anlässlich des Welt-Urtikaria-Tags 2018 lädt der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) Patienten ein zu einem kostenlosen Nesselsucht-Webinar am 1. Oktober von 17 bis 18 Uhr. Zu den Webinar-Referenten gehören Dr. Karsten Weller (Charité Berlin), Prof. Dr. med. Petra Staubach-Renz (Uniklinik Mainz) sowie weitere Urtikaria-Experten – sie setzen sich live mit dem Thema Urtikaria/Nesselsucht auseinander, stellen Therapieansätze vor und stehen Rede und Antwort. Jeder Referent hält einen 10-minütigen Vortrag – anschließend haben Sie als teilnehmende Patienten nach jeder Präsentation die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Jetzt zum Webinar anmelden!

Welt-Urtikaria-Tag 2018 will aufklären und motivieren

Der Welt-Urtikaria-Tag 2018 möchte Mut machen: Finden Sie sich nicht mit Ihrer Erkrankung ab! Wenn zum Beispiel Antihistaminika nicht helfen, fragen Sie Ihren Hautarzt – auch in der Behandlung chronischer Nesselsucht gibt es Fortschritte und neue Ansätze und das Therapieziel ist Symptomfreiheit. Um herauszufinden, ob Ihre chronische Nesselsucht unter Kontrolle ist, empfiehlt sich der Urtikariakontrolltest. So empfiehlt die aktuelle Leitlinie zur Behandlung der Urtikaria eine Vier-Stufen-Therapie. Sie beginnt mit einem Antihistaminikum – und falls der Patient darauf nicht anspricht, kann der Arzt andere Wirkstoffe verordnen.

Welt-Urtikaria-Tag 2018: Chronische Urtikaria beeinträchtigt die Lebensqualität

Der Welt-Urtikaria-Tag 2018 möchte vor allem auf die Folgen chronischer Nesselsucht hinweisen: Die Beschwerden belasten die Erkrankten stark. Das intensive Jucken und die Quaddelbildung führt bei Menschen mit Urtikaria häufig zu Schlaf- und Konzentrationsstörungen, was die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigt. Bei der chronischen spontanen Urtikaria macht den Erkrankten vor allem die Unberechenbarkeit zu schaffen, mit der die Symptome auftreten. Wichtig ist die geeignete Therapie - Patienten mit chronischem Verlauf sollten sich bei einem Nesselsucht-Spezialisten beraten lassen. Ein Teil der Menschen mit chronischer Urtikaria leidet außerdem unter langanhaltenden Schwellungen, den sogenannten Angioödemen, die sich zusätzlich auf die Lebensqualität auswirken; zumal diese Schwellungen oft an Augen und Lippen auftreten.

Im therapeutischen Niemandsland – viele Patienten haben bereits aufgegeben

Laut einer Online-Umfrage haben viele Menschen mit chronischer spontaner Nesselsucht bereits aufgegeben – sie gehen nicht mehr zum Arzt, da die bisherige Behandlung die Symptome der Urtikaria nicht ausreichend verringern konnte.1 Nur etwa 40 Prozent der Umfrageteilnehmer, die zum Zeitpunkt der Befragung Beschwerden aufwiesen, befanden sich in ärztlicher Behandlung. Die Resignation bei den Patienten, die seit mehr als 15 Jahren unter Nesselsucht litten, war noch stärker ausgeprägt: 74 Prozent nahmen keine ärztliche Hilfe in Anspruch. Auch von denen, die ganzjährig unter Symptomen leiden, waren nur 38 Prozent in ärztlicher Behandlung.1 Doch der Therapiefortschritt ist beachtlich: Für Menschen mit schweren chronischen Nesselsuchtverläufen ist es deshalb ratsam, sich an einen spezialisierten Hautarzt zu wenden und sich über alle zugelassenen Therapieformen zu informieren.

Quellen
1 Maurer, M et al.: ATTENTUS, a German survey of chronic urticaria patients highlighting the burden of disease unmet needs and real-life clinical practice. Brit. J. Dermatol. 2016: 174; 892-894.